Nothilfe in der Demokratischen Republik Kongo

Dies ist unser Soforthilfefonds

Krise in der DR Kongo: Die wichtigsten Fakten

Seit mehr als drei Jahrzehnten leidet der Osten der Demokratischen Republik Kongo unter anhaltenden Konflikten. Seit Januar 2025 hat sich die Gewalt zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Gruppen massiv verschärft, mit verheerenden Folgen für Kinder und ihre Familien.

Mehr als 700'000 Menschen mussten ihre Unterkünfte verlassen und in den Städten Goma und Bukavu Schutz suchen. Doch viele wurden erneut vertrieben. Nachdem bewaffnete Gruppen die Kontrolle über beide Städte übernommen haben, sind Kinder besonders gefährdet. Viele wurden von ihren Familien getrennt und sind einem erhöhten Risiko von Ausbeutung, Menschenhandel, Missbrauch und Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen ausgesetzt.

Die Krise reicht über die Landesgrenzen hinaus: Mehr als 65'000 Menschen, darunter überwiegend Kinder, sind ins benachbarte Burundi geflohen. Viele kommen traumatisiert an und benötigen dringend Schutz und Unterstützung.

Gleichzeitig verschärfen Kürzungen internationaler Hilfsgelder die Situation zusätzlich. Familien haben immer weniger Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen und Unterstützung.

Auch die Bildung ist stark betroffen. Schulen in Goma und anderen Konfliktgebieten mussten schliessen oder dienen weiterhin als Notunterkünfte für vertriebene Familien. Tausende Kinder haben dadurch keinen Zugang mehr zu Bildung und Schutz. Viele sind gezwungen, auf der Strasse zu überleben, während insbesondere Mädchen einem erhöhten Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind.


Kinder und ihre Familien dürfen niemals Ziel von Gewalt sein. Gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft fordern wir ein Ende der Gewalt und den Schutz der Zivilbevölkerung.
Unsere Hilfe in der DR Kongo

Street Child arbeitet mit Stolz mit einem starken Netzwerk kongolesischer Partnerorganisationen zusammen. Trotz der schwierigen Sicherheitslage bleiben unsere Partner vor Ort und leisten weiterhin wichtige Hilfe für betroffene Kinder und Familien in Nord- und Süd-Kivu.

Was wir bisher erreicht haben:

  • Unterstützung beim Aufbau von fünf Kinderclubs, die Kindern psychosoziale Unterstützung sowie einen sicheren Ort zum Spielen, Lernen und Austauschen bieten. Diese geschützten Räume schaffen wichtige Momente der Stabilität und Heilung inmitten der Krise.

  • Unterstützung bei der Produktion von zwölf Radiosendungen, um Kindern weiterhin Zugang zu Bildung zu ermöglichen und Lernunterbrüche so weit wie möglich zu verhindern.

  • 600 Kinder erhielten psychosoziale Unterstützung und Begleitung bei ihrer sozialen Reintegration.

Unsere Hilfe in Burundi

Wir leisten Nothilfe für Kinder unter fünf Jahren sowie stillende Mütter. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ernährungssicherung: Täglich erhalten 300 von Mangelernährung bedrohte Kinder Brot und nahrhaften Brei.

Zudem schaffen wir kinderfreundliche Schutzräume, in denen Kinder spielen, lernen und soziale Unterstützung erhalten können. Diese Angebote bieten wichtige psychosoziale Betreuung für Kinder und ihre Bezugspersonen und helfen ihnen, die Belastungen der Krise zu bewältigen.

Unsere bisherigen Erfolge in der Region

Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Region und sind gut aufgestellt, um schnell und wirksam auf die aktuelle Krise zu reagieren. Bereits in der Vergangenheit konnten wir gemeinsam mit unseren lokalen Partnern nachhaltige Veränderungen für Kinder und Gemeinschaften in Nord- und Süd-Kivu bewirken:

  • Bildung und Kinderschutz stärken: Durch von der EU finanzierte Programme haben wir den Zugang zu Bildung verbessert, lokale Strukturen gestärkt, Betreuungspersonen unterstützt und Friedensdialoge gefördert. Davon profitierten mehr als 102'000 Kinder.

  • Psychosoziale Unterstützung leisten: Kinderfreundliche Schutzräume in Vertriebenencamps bieten täglich psychosoziale Unterstützung und sichere Orte für mehr als 20'000 Kinder, darunter viele Mädchen, die traumatische Erfahrungen verarbeiten.

  • Wirtschaftliche Resilienz fördern: 195 Spar- und Kreditgruppen (VSLAs) unterstützen 4'875 Eltern, davon 70 % Frauen, dabei, ein nachhaltiges Einkommen aufzubauen und die Bildung ihrer Kinder zu finanzieren.

  • Schnelle Nothilfe leisten: Street Child gehörte zu den ersten Organisationen, die auf die Krise in Mai-Ndombe im Westen der Demokratischen Republik Kongo reagierten.